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Kluvensiek

Schleuse Kluvensiek restauriert (Dezember 2012)

Schleuse Kluvensiek restauriert
20. Dezember 2012: Der „Rote Willy“ hebt die letzte Sektion der Spundwand aus der restaurierten Schiffsschleuse in Kluvensiek. (Foto Mahnkopf)

Die Restaurierung der Schiffsschleuse und der Freischleuse sind nun im Dezember 2012 abgeschlossen. Dabei hat sich gezeigt, dass das Mauerwerk in einem deutlich besseren Zustand war, als befürchtet. Fehlende Ziegel konnten aus Holland beschafft werden. Die Brücke ist wiederhergestellt und ruht auf Eisenträgern. Waagebalken werden die alten Schleusenportale nicht erhalten, denn heute sind ihre Lager zu schwach, um das Gewicht zu tragen - der Zahn der Zeit hat an ihnen genagt, und so bleiben die Portale allein stehen. Die Brücke hat wieder einen Holzbohlen-Belag erhalten und die historischen Geländer befinden sich wieder am alten Platz. Das Kopfsteinpflaster ist neu verlegt und sieht aus, wie zu alten Zeiten. So hat der Besucher einen guten Eindruck von der ursprünglichen Anlage.

Für Besucher steht ab Frühjahr 2013 ein Parkplatz zur Verfügung, der auch Busse aufnehmen kann. Im Frühjahr beginnt auch der Bau eines Informationspavillons, der im Sommer fertiggestellt sein soll. Er ist eines der Highlights der Anlage, denn er wird die Besucher ausführlich über den Eiderkanal und seine Geschichte mit Schaubildern, Texten und historischen Ausstellungsstücken - so zum Beispiel die Reste der alten Schleusentore - informieren.

„Das Jahr 2012 wird in die Annalen des Canal-Vereins als ‚Schleusenjahr‘ eingehen. Wir haben den Hattrick geschafft: Zwei Schleusen - Kluvensiek und Klein Königsförde - sind restauriert bzw. auf dem sicheren Weg zur Restaurierung. Hier ist ein Traum wahrgeworden. Für die Restaurierung der Schleuse Kluvensiek hat sich der Canal-Verein seit seiner Gründung im Jahr 1980 eingesetzt. Dass wir heute die Verwirklichung tatsächlich erleben können, ist ein kleines Wunder, denn das war unsere letzte Chance.“

Das sagte der Vereinsvorsitzende, Dr. Jürgen Rohweder, im Bericht des Vorstandes auf der Jahreshauptversammlung am 1. Dezember 2012 in Bovenau. Er betonte zugleich, dass nur die gemeinsamen Anstrengungen einer ganzen Region dazu geführt hätten, das Projekt Kluvensiek gegen alle Widrigkeiten doch noch zu verwirklichen. Tatsächlich hat die grandiose Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bovenau, dem Amt Eiderkanal und dem Amtsausschuss, dem Kieler Kultusministerium, der LAG Eider- und Kanalregion Rendsburg zu dem glücklichen Ende einer über 30-jährigen Odyssee geführt.

Schleuse Kluvensiek restauriert
Die Klappbrücke schwebt nun wieder frei über der Schleuse. Allerdings nicht mehr klappbar, denn die Lager der ehrwürdigen gusseisernen Brückenportale können nach 160 Jahren in Wind und Wetter die Last von Waagebalken und Fahrbahn nicht mehr tragen. (Foto Mahnkopf)

Das Schleusen-Ensemble Kluvensiek wird instandgesetzt (2011)

Das Ensemble der Schleusenanlage in Kluvensiek mit dem erhaltenen Becken für die Schiffe, die dort einst vor der Schleuse warten mussten und jeweils rund 3 Kilometer Kanal nach beiden Seiten ist trotz der Landesstrasse, die heute quer über die Schleusenbecken führt, das größte und schönste Ensemble des Eiderkanals.

Dies reizvolle Ensemble ist seit jeher Anziehungspunkt für die Naherholung gewesen. Daher sind bereits vor 30 Jahren Bemühungen angestellt worden, die Schleusenanlage weitmöglichst wieder herzustellen. Einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivität hat der im Schleusenbereich angesiedelte Norddeutsche Anglerverein geleistet, der die Schleusenanlage und die Kanalabschnitte seit jeher gepflegt hat. Ohne das Engagement seiner Mitglieder wäre die Anlage in einem deutlich schlechteren Zustand und die Kanalabschnitte zwischenzeitlich verlandet.

Die Schleusenanlage und die Kanalabschnitte sind heute ein attraktives Ziel zahlreicher Touristen und Ausflügler aus Deutschland und Dänemark. Busreisende und eine Vielzahl von Fahrradwanderern besuchen die Schleusenanlage. Der als Maßnahme der Wirtschaftsförderung im 18. Jahrhundert erbaute Kanal erfüllt heute diese Funktion in anderer Weise. Er dient der Belebung des regionalen Tourismus, wird bereits in dieser Funktion genutzt und ist Bestandteil der regionalen Tourismuswerbung.

Die Sanierung und Restaurierung der Schleusenanlage Kluvensiek gehört zu den wesentlichen Zielen des Canal-Verein e.V. Ziel ist es, den Kanal in seiner historischen Bedeutung und seiner heute die Landschaft prägenden Qualität in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Unter Berücksichtigung des Naturschutzes sollen die Erlebnismöglichkeiten der Kanallandschaft verbessert und damit die Bedeutung des Raumes für Erholungszwecke aufgewertet werden.

Bereits 1982 hat der Canal-Verein ein umfangreiches Gutachten durch das Architektenbüro JUNGJOHANN + HOFFMAN + KRUG in Auftrag gegeben, welches im Jahr 2000 in einem weiteren Gutachten durch HOFFMANN + KRUG – und 2008 erneut von KRUG + SCHWINGHAMMER aktualisiert wurde.

Ein weiteres kulturlandschaft-historisches Gutachten zum Eiderkanal - Abschnitt Klein-Könisgförde bis Steinwehr hat das Büro Schaper+Steffen+Runtsch im Auftrag des Landesamtes für Denkmalpflege Schleswig-Holstein und der Gemeinde Bovenau im Jahr 2001 vorgelegt.

Die Bemühungen um die Wiederherstellung der Schleusenanlage Kluvensiek hat die Gemeinde Bovenau aktiv begleitet. In einem auf Initiative der Gemeinde Bovenau und des Canal-Verein e.V. im März 2003 einberufenen Sachstandsgespräch mit allen beteiligten Behörden und sonstigen Beteiligten wurde festgestellt, dass alle Fragen und Probleme des Denkmalschutzes, des Naturschutzes und der Landespflege, des Baurechts und des Sanierungskonzepts zufriedenstellend beantwortet bzw. gelöst sind. Damit war das Projekt reif zur Realisierung.

Blieb die schwierige Frage der Finanzierung. Die ursprüngliche Planung, die eine grundlegende Sanierung der Schleusen bis auf die Grundmauern vorsah, wurde auf Vorschlag von Horst Krug modifiziert, ohne das Grundkonzept aufzugeben. Damit konnten die Kosten mit dem gleichen optischen Effekt dramatisch auf heute 660.000 EUR gesenkt werden.

In einer gemeinsamen Anstrengung haben sich die Landesregierung Schleswig-Holstein, die AktivRegion LAG Eider- und Kanalregion Rendsburg und das Amt Eiderkanal als Träger des Vorhabens zusammengefunden und den Betrag aufgebracht. Am 2. Mai 2012 übergab Kultusminister Dr. Ekkehard Klug auf der Schleuse Kluvensiek den Förderbescheid über 500.000 EUR an den Amtsvorsteher des Amtes Eiderkanal, Raimer Kläschen.

Für den Informationspavillon sind alle notwendigen Anträge gestellt, und die denkmalrechtliche Genehmigung sowie die Baugenehmigung liegen bereits vor.

Damit umfasst das Vorhaben heute:

  • die Ausbaggerung Schiffsschleuse,
  • die Sanierung der Freischleuse,
  • die Entschlammung und Freilegung des Kanals westlich der Schleuse,
  • den Bau einer festen Brücke über die Schiffschleuse, und
  • den Neubau eines Informationspavillons.

Das Projekt wird in zwei Abschnitten realisiert: Die Sanierung der Schleuse wird Ende 2012 abgeschlossen sein. Im Anschluss daran wird das Informationszentrum gebaut, das im Laufe des Jahres 2013 fertiggestellt sein soll.

Kluvensiek heute:

Kluvensiek – Schleuse von Osten
Kluvensiek – Wartebecken vor der Schleuse


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